Gewerbliche Drohnenaufnahmen sind 2026 für Solarfirmen Standard - doch viele Betriebe nutzen Potenziale bei Genauigkeit, Verschattungsanalyse und Effizienz noch nicht voll aus.
In diesem Guide erfährst du Schritt für Schritt, wie du Drohne und KI optimal in deinen PV-Projekten einsetzt. So erhältst du:
- Zentimetergenaue Dachdaten
- Präzise Planung von Solaranlagen - inklusive Verschattung und Statik-Reserve
- Schnellere Angebotskalkulation und überzeugende Präsentationen
- Sicherere und planbare Montagen
RTK-fähige Drohnen liefern in der PV-Planung Lagegenauigkeiten von 2-3 cm - eine verlässliche Basis für professionelle PV-Software. Gewerbliche Drohnenvermessung senkt den Zeitaufwand im Vergleich zu herkömmlichen Methoden um 75-97 %, abhängig von der Projektgröße.
Für einen umfassenden Überblick zu Kosten, Anwendungsfällen und Anbietern gewerblicher Drohnenaufnahmen 2026 empfiehlt sich der Hauptartikel im Airteam Blog. Dieser Beitrag konzentriert sich auf PV-Solarfirmen und zeigt praxisnah, wie Drohne, 3D-Modell und PV-Software optimal zusammenspielen.
Voraussetzungen: Was du vor dem Start brauchst
Bevor du mit Drohnenaufnahmen für PV-Projekte startest, kläre folgende Grundlagen:
1. Rechtliche Rahmenbedingungen (EU & Deutschland)
- EU-Drohnenverordnung (Offene/Specific Category) prüfen
- Betreiberregistrierung und eID-Kennzeichnung der Drohne
- Kompetenznachweise (A1/A3, ggf. A2) je nach Drohnenklasse und Einsatzgebiet
- Aufstiegs- und Datenschutzvorgaben (z. B. Wohngebiete, Industrieanlagen, Personen) beachten
Tipp: Airteam behandelt rechtliche Themen wie Flugverbotszonen und Drohnenführerschein ausführlich im Blog - ideal für dein internes Betriebs-Handbuch.
2. Technik: Drohne & Kamera
Achte bei Drohne Solar / Photovoltaik auf:
- Gimbal-Kamera mit hoher Auflösung (mind. 20 MP)
- Stabile Positionierung (idealerweise RTK/PPK)
- Ausreichende Flugzeit (mind. 25-30 Minuten)
- Unterstützung für automatisierte Flugrouten
Airteam empfiehlt und schult geeignete Vermessungsdrohnen - Details findest du u. a. im Drohnenratgeber und in den Starter-Set-Artikeln.
3. Software & Datenfluss
Du benötigst:
- Zugang zur Airteam Fusion Plattform für 3D-Modelle und Planungsdaten
- Mindestens eine PV-Planungssoftware (z. B. PV*SOL premium, Eturnity, SolarEdge Designer, PVcase)
- Einen klaren Prozess, wie die Daten von Airteam in dein Planungstool und die Montage überführt werden
Airteam exportiert Planungsdaten in Formaten wie .obj, .dxf, .dwg und .skp, die direkt in PV*SOL premium und andere PV-Programme importiert werden können.
Bist du neu im Thema? Der Überblick "PV-Planung mit Drohnen - 97 % schneller" im Airteam Blog ergänzt diesen Guide: PV-Planung mit Drohnen: 97 % schneller.
Schritt 1: Projektziel & Datentiefe festlegen
Bevor du die Drohne für Solarprojekte startklar machst, kläre, welche Daten du wirklich brauchst.
Typische Ziele:
- Angebotsplanung: Dachfläche, Modulanzahl, Statikreserve, Wirtschaftlichkeit
- Detailplanung: String-Layout, Kabelwege, Unterkonstruktion, Varianten
- Verschattungsanalyse: Objekte auf dem Dach, Nachbargebäude, Bäume, Gauben
- Dachinspektion: Zustand der Eindeckung, Schadstellen, Wartungsbedarf
Praxis-Tipp: Dokumentiere pro Projekt, ob du nur die Anlage planst oder zusätzlich Dachzustand, Blitzschutz, Aufbauten oder Fassaden erfassen willst. So vermeidest du Nachflüge.
Schritt 2: Drohnenaufnahmen für PV-Projekte planen
Gute Flugplanung ist entscheidend für die spätere Nutzbarkeit deiner Daten.
2.1 Fluggebiet und Luftraum prüfen
- Gebäude, Schutzgebiete, nahe Flughäfen / Landeplätze prüfen
- Eigentümerzustimmung und ggf. weitere Genehmigungen einholen
- Start- und Landeplatz mit freier Sicht bestimmen
Häufiger Fehler: Zu knapp am Objekt kalkulieren - das führt zu improvisierten Flugrouten und Lücken in den Aufnahmen.
2.2 Flugparameter festlegen
Für PV-Projekte bewährt:
- Gitterflug ("Nadir-Flug") über dem Dach mit ausreichend Überlappung
- Bei Bedarf zweite Mission mit Schrägaufnahmen (z. B. für Gauben, Attiken, Nachbargebäude)
PV-Planungsprojekte nutzen heute photogrammetrische Workflows, bei denen aus überlappenden Bildern präzise 3D-Modelle entstehen.
Tipp: Plane Aufnahmen bei diffusem Licht (leichte Bewölkung). So reduzierst du störende Schatten - die genaue Verschattungsanalyse übernimmt später die Software.
Schritt 3: Drohnenflug & Dachinspektion durchführen
Jetzt beginnt die Praxis:
- Vorflug-Check: Akku, Propeller, Sensoren, Speicherkarte prüfen; Kompass/IMU kalibrieren (falls nötig); Notfall-RTH-Höhe passend einstellen
- Automatisierten Flug starten: Geplante Route abfliegen; Telemetrie (Höhe, Satelliten, Wind) beobachten
- Dachinspektion ergänzen: Nach Abschluss der Nadir-Mission Detailflüge für kritische Zonen (Kamin, Gauben, Durchdringungen); Fotos oder kurze Videos aufnehmen und später im 3D-Modell verknüpfen
Mit modernen Workflows kannst du im 3D-Modell per Klick das passende Dachfoto öffnen.
Tipp: Dokumentiere Besonderheiten (z. B. sichtbare Schäden, Störkanten, abgeschattete Bereiche) mit Sprachmemos oder Notizen. Sie erleichtern die spätere Solarauslegung.
Schritt 4: Bilder in der Airteam Fusion Plattform verarbeiten
Nach dem Flug lädst du die Bilder in die Airteam Fusion Plattform hoch und generierst ein belastbares 3D-Gebäudemodell.
- Projekt anlegen: Adresse, Name, ggf. Kundenreferenz eintragen; relevante Gewerke auswählen
- Bilder hochladen: Unkomprimierte Drohnen-Rohbilder und, wenn vorhanden, RTK-/PPK-Daten hochladen
- Automatische Verarbeitung starten
Die Airteam Fusion Plattform erstellt innerhalb von etwa 24 Stunden präzise 3D-Modelle und Planungsdaten. Dabei sind laut DIN SPEC 5452-5 Genauigkeiten bis 99,9 % möglich - das entspricht nur 1-3 cm Abweichung auf 40 m Flughöhe mit RTK-Drohnen.
- Ergebnisse prüfen: 3D-Dachmodell im Viewer kontrollieren (Kanten, Gauben, Attiken); Messfunktionen für Stichproben nutzen
Häufiger Fehler: Das 3D-Bild nur optisch prüfen. Mach 2-3 Plausibilitätschecks - das lohnt sich für die Planung.
Schritt 5: 3D-Modell in PV-Software importieren & Verschattungsanalyse durchführen
Verknüpfe dein 3D-Modell mit der PV-Planungssoftware, um deine Solaranlage zu planen.
5.1 Export aus Airteam
Abhängig vom Tool wählst du das passende Format:
- PV*SOL premium: 3D-CAD-Formate (.dxf, .dwg, .skp), spezielle LPM-/planarisierte Daten
- Eturnity, SolarEdge Designer, PVcase: Angepasste Planungsdaten und 3D-Exporte
Airteam-Daten lassen sich direkt in PV*SOL premium importieren und ersetzen komplett händische Dachaufmaße oder ungenaue Satellitendaten.
Für PV*SOL findest du eine ausführliche Anleitung hier: PV-Anlagenplanung mit PV*SOL premium und Airteam Drohnen-Daten.
5.2 Dachmodell vorbereiten
In der PV-Software:
- Dachflächen zuweisen, Ausrichtung und Neigung prüfen
- Bereiche wie Dachfenster, Kamine, Abstände zu Rändern markieren
- Sicherheitsabstände (Blitzschutz, Wartungsgänge) einzeichnen
5.3 Verschattungsanalyse einrichten
Einer der größten Vorteile von Drohne + 3D-Modell + PV-Software:
- Verschattungsobjekte werden automatisch übernommen (Gauben, Kamine, Nachbargebäude, Bäume)
- Klimadaten ermöglichen reale Sonnenstandsberechnung und Ertragssimulation
Detaillierte Verschattungsanalysen mit präzisen 3D-Daten ermöglichen deutlich verlässlichere Ertragsprognosen als reine 2D-Planung.
Tipp: Lege verschiedene Belegungsvarianten (z. B. Ost/West vs. Südmaximierung) an und vergleiche Ertragsprofile. Gerade bei teilverschatteten Dächern optimierst du so String-Aufteilung, Optimierer-Einsatz und Speichergröße.
Schritt 6: Angebote, Visualisierung & Kundenkommunikation
Mit Drohne und 3D-Modell präsentierst du Angebote professioneller.
- 3D-Screenshots & Perspektiven: Erzeuge Ansichten, auf denen geplante Module und relevante Dachbereiche sichtbar sind. Hebe Verschattungen und Wartungswege hervor.
- Ertrags- und Amortisationsgrafiken: Nutze Simulationsergebnisse aus der PV-Software für anschauliche Charts.
Bis zu 30 % der PV-Projekte sind laut Studien von Planungsfehlern betroffen - zentimetergenaue 3D-Modelle senken diese Quote signifikant.
- Transparente Dokumentation: Füge Vermessungsbericht, Modulplan, Stringplan und Fotos der Dachinspektion dem Angebot bei.
Praxis-Tipp: Präsentiere das 3D-Modell aktiv im Kundentermin - auf dem Tablet oder per Videocall. Viele Airteam-Kunden berichten, dass Projekte damit schneller abgeschlossen werden.
Schritt 7: Montagevorbereitung und Dokumentation
Auch nach der Planung bieten Drohnenaufnahmen Vorteile:
- Montageplanung: Monteure kennen vorab Dachgeometrie, Aufbauten und geplante Module.
- Sicherheit: Kritische Stellen (z. B. brüchige Ziegel, steile Gauben) sind durch die Dachinspektion bekannt und werden bei Gerüst und PSA berücksichtigt.
- As-Built-Dokumentation: Nach Abschluss der Montage kannst du einen weiteren Flug für die Dokumentation durchführen - wichtig für Gewährleistung, Versicherungen und künftige Serviceeinsätze.
DIN-konforme, digitale Dokumentation wird in vielen PV-Projekten bereits heute von Netzbetreibern und Großkunden gefordert.
Typische Fehler & wie du sie vermeidest
Fehler #1: Zu wenig Überlappung in den Aufnahmen
Folge: Löcher im 3D-Modell, fehlende Kanten.
Lösung: Automatisierte Rasterflüge mit ausreichender Überlappung nutzen; keine manuellen Freestyle-Flüge für Vermessung.
Fehler #2: Nur Nadir-Bilder ohne Schrägaufnahmen
Folge: Gauben, Kamine und Attiken werden ungenau.
Lösung: Zweite Mission mit Schrägbildern einplanen - gerade bei komplexen Dächern.
Fehler #3: Falsche oder fehlende Koordinatensysteme
Folge: Probleme beim Import in CAD/PV-Software.
Lösung: Standardisierte Exporte aus der Airteam Fusion Plattform nutzen und Projektrichtlinien festlegen.
Fehler #4: Verschattungsanalyse nur grob per Bauchgefühl
Folge: Unterschätzte Ertragsverluste, unzufriedene Kunden.
Lösung: Immer die integrierte Verschattungsanalyse der PV-Software mit 3D-Modell nutzen.
Fehler #5: Drohne nur für Angebotsprojekte verwenden
Folge: Chancen bei Montage, Wartung und Dokumentation bleiben ungenutzt.
Lösung: Drohnenaufnahmen auch für Wartungspläne, thermische Inspektionen und Sanierungsprojekte nutzen.
Nächste Schritte für deinen Solarbetrieb
Wenn du Drohnenaufnahmen fest in deine PV-Prozesse integrierst, profitierst du mehrfach:
- Schnellere Angebotserstellung
- Höhere Planungsqualität
- Weniger Nachträge und Reklamationen
- Sicherere Baustellen
Die Planungsphase für PV-Anlagen verkürzt sich in der Praxis mit Drohnen um bis zu 70 %; komplette Projekte sind bis zu 90 % schneller umsetzbar.
Starte jetzt:
- Prozesse definieren: Lege fest, ab wann du Drohne & Airteam einsetzt (Anlagengröße, Regionen, Kundentypen).
- Pilotprojekte auswählen: Teste den neuen Workflow an 2-3 aktuellen Dächern.
- Airteam einsetzen & Ergebnisse messen: Vergleiche Aufwand, Genauigkeit und Angebotsquote mit bisherigen Projekten.
Direkter Einstieg in die drohnenbasierte PV-Planung: Mit Drohne und AI zur perfekten PV-Planung.
FAQ zu Drohnenaufnahmen für PV-Solarfirmen
1. Wie genau sind Drohnenaufnahmen im Vergleich zu klassischen Aufmaßen?
Mit passender Hardware und der Airteam Fusion Plattform erreichst du DIN-konforme Genauigkeiten:
RTK-Drohnen liefern Abweichungen von nur 1-3 cm auf 40 m Flughöhe; das entspricht Genauigkeiten bis zu 99,9 %. Im Alltag ist das präziser als viele klassische Aufmaße - besonders bei komplexen Dächern.
2. Lohnt sich der Einsatz einer Drohne auch für kleine Dächer?
Ja. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern sparst du deutlich Zeit, vermeidest Leitergänge und hast alle Planungs- und Dokumentationsdaten sofort verfügbar.
Airteam-Kunden berichten von bis zu 90 % Zeitersparnis beim Dachaufmaß gegenüber klassischen Methoden.
3. Ist eine eigene Drohne im Betrieb Pflicht?
Nein. Du kannst entweder
- eine eigene Drohne nutzen und das Team intern schulen oder
- externe Piloten beauftragen und dich auf Planung & Vertrieb konzentrieren.
Airteam bietet beides: Starter-Sets für Betriebe oder ein bundesweites Pilotennetzwerk für ausgelagerte Flüge.
4. Wie läuft der Import in meine PV-Software ab?
In der Regel einfach:
- Passendes Exportformat in der Airteam Plattform wählen
- Datei ins PV-Tool (z. B. PV*SOL premium) importieren
- Dachflächen und Modulbereiche ggf. zuordnen
Die "Ultimative Anleitung zur PV-Anlagenplanung mit PV*SOL premium und Airteam Daten" beschreibt den Prozess im Detail.
5. Funktioniert der Workflow auch für thermische Inspektionen?
Ja - mit einer passenden Wärmebildkamera kannst du thermische Drohnen-Inspektionen durchführen:
- Hotspots und fehlerhafte Module erkennen
- Strings mit Minderertrag lokalisieren
Drohnen-Thermografie ermöglicht die Inspektion von 1 MW PV-Modulen in etwa 10 Minuten, während manuell 3-5 Stunden nötig wären.
Gerade für Wartung und Bestandsanlagen ist das effizient und wirtschaftlich.


