Stell dir vor: Ein Mehrfamilienhaus mit 12 Wohneinheiten, ein Dach mit Walmanteilen, drei Schornsteinen, einem Aufzugsschacht und einem Staffelgeschoss. Der Eigentümer möchte ab Juni 2026 Energy Sharing anbieten - und erwartet von dir ein belastbares Angebot. Wer hier mit Zollstock und Satellitenbildern kalkuliert, hat keine Chance. Doch genau dieses Szenario wird ab sofort zur Regel.

Ab dem 1. Juni 2026 tritt der neue §42c des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) in Kraft und ermöglicht erstmals das sogenannte Energy Sharing - die gemeinschaftliche Nutzung von lokal erzeugtem Solarstrom über das öffentliche Netz. Für Mehrfamilienhäuser (MFH) bedeutet das: PV-Anlagen auf dem Dach werden nicht nur für einzelne Eigentümer interessant, sondern für ganze Hausgemeinschaften, WEGs und Quartiere.

Das Problem: MFH-Dächer sind deutlich komplexer als Einfamilienhäuser. Wer Energy-Sharing-Projekte effizient und profitabel umsetzen will, braucht eine Planungsgrundlage, die dieser Komplexität gerecht wird. Dieses Fundament liefert das 3D-Drohnenaufmaß.


Energy Sharing auf MFH-Dächern: Was sich ab Juni 2026 ändert

Mit dem am 18. Dezember 2025 verabschiedeten Gesetz zur Änderung des Energiewirtschaftsrechts schafft der Gesetzgeber mit §42c EnWG einen eigenständigen rechtlichen Rahmen für Energy Sharing in Deutschland. Ab Juni 2026 dürfen Haushalte lokal erzeugten erneuerbaren Strom - etwa aus Photovoltaikanlagen - innerhalb von Energiegemeinschaften teilen oder verkaufen.

Für Mehrfamilienhäuser ist das ein echter Gamechanger:

  • Mieter und Eigentümer profitieren gemeinsam von einer Dach-PV-Anlage
  • Vereinfachte Pflichten gelten bei Anlagen bis 100 kW für Mehrparteienhäuser (§42c Abs. 7 EnWG)
  • Technische Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem (Smart Meter Gateway), das Verbrauch und Erzeugung im Viertelstundentakt erfasst
  • Ab 7 kWp Anlagenleistung gilt ohnehin bereits die Smart-Meter-Pflicht.

Gleichzeitig sorgt die Solardachpflicht in mehreren Bundesländern für zusätzlichen Druck: Ab Anfang 2026 gilt in NRW die Solarpflicht auch bei umfassenden Dachsanierungen (vollständige Erneuerung der Dachhaut) - bei allen Wohn- und Nichtwohngebäuden. In Baden-Württemberg müssen bei Dachsanierungen von Bestandsgebäuden seit dem 1. Januar 2023 Photovoltaikanlagen installiert werden.

Das Ergebnis: Solarteure, die MFH-Projekte beherrschen, sichern sich jetzt das größte Wachstumssegment der Branche.

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Solardachpflicht 2026: In NRW gilt ab dem 1. Januar 2026 die Solardachpflicht auch bei umfassenden Dachsanierungen von Bestandsgebäuden - inklusive Mehrfamilienhäuser. In Baden-Württemberg gilt sie für Dachsanierungen bereits seit 2023. Das bedeutet: Wer heute ein MFH-Dach saniert, muss in vielen Bundesländern gleichzeitig PV einplanen - und braucht dafür präzise Daten.


Warum MFH-Dächer besonders herausfordernd sind

Ein Einfamilienhaus mit Satteldach ist ein Routineprojekt. Ein Mehrfamilienhaus aus den 1970ern mit fünf Stockwerken? Eine andere Liga - in jeder Hinsicht.

Komplexe Dachgeometrien

MFH-Dächer kombinieren häufig mehrere Dachformen: Walmdächer, Flachdächer, Staffelgeschosse mit unterschiedlichen Neigungs- und Höhenprofilen. Gauben, Dachfenster und Brandschutzwände schränken die nutzbare PV-Fläche ein und erfordern eine exakte Modulbelegungsplanung. Komplexe Dächer mit Verschattung und mehreren Dachflächen verursachen erheblichen Mehraufwand und lassen sich mit Standard-Methoden kaum präzise erfassen.

Viele Durchdringungen und Aufbauten

Schornsteine, Entlüftungsrohre, Aufzugsschächte, Liftmaschinenräume, Antennenanlagen, Blitzschutzanlagen - bei einem MFH summieren sich die Hindernisse schnell auf ein Dutzend und mehr. Jeder dieser Aufbauten erzeugt Schlagschatten, definiert Abstandsflächen und muss bei der Modulbelegung berücksichtigt werden. Mit Zollstock und Skizze ist das schlicht nicht reproduzierbar.

Verschattungsanalyse bei mehrgeschossigen Gebäuden

Nachbargebäude und Vegetation können besonders bei niedrigen Sonnenständen im Winter zu erheblichen Ertragsverlusten führen. Bei einem MFH mit vier oder fünf Stockwerken in dicht bebauter Innenstadtlage ist eine präzise Verschattungssimulation nicht optional - sie ist die Grundlage für eine belastbare Ertragsberechnung.

Statik und Sicherheit

Ältere Bestandsgebäude aus den 1950er bis 1980er Jahren sind oft nicht auf das Zusatzgewicht moderner PV-Anlagen ausgelegt. Bevor die neue Eindeckung und die Module kommen, muss ein Statiker prüfen, ob der Dachstuhl das zusätzliche Gewicht von ca. 20 kg pro m² tragen kann. Auch hierfür sind präzise Flächenmaße nötig - und zwar bevor der Statiker beauftragt wird.

Höhe und Sicherheitsrisiko

Ein Mehrfamilienhaus mit vier oder fünf Stockwerken ist kein Dach, auf das man mal eben steigt. Für ein Aufmaß vor Ort wäre ein Gerüst oder zumindest ein sicherer Aufstieg erforderlich - ein enormer Zeit- und Kostenaufwand, der die Angebotsphase verteuert, noch bevor ein einziges Modul bestellt ist.


Wie Drohnenaufmaß die MFH-Planung vereinfacht

Das Drohnenaufmaß löst diese Herausforderungen nicht nur theoretisch - es macht MFH-Projekte erst wirklich planbar.

Ein Flug liefert alles: Statt aufwendiger Einzelmessungen auf dem Dach erfasst ein Drohnenflug von ca. 20-30 Minuten das gesamte Objekt vollständig. Die Airteam Fusion Plattform verarbeitet die Aufnahmen vollautomatisch zu einem präzisen 3D-Modell - mit einer Genauigkeit von bis zu 99,9 % und einer Maßtoleranz von nur 1-3 cm bei 40 m Flughöhe.

3D-Modell statt Skizzen: Das fertige 3D-Gebäudemodell enthält alle Dachneigungen, Flächen, Gauben, Schornsteine und Durchdringungen. Daraus lässt sich die Modulbelegung direkt und präzise ableiten - auch bei komplexen Walmdächern oder Staffelgeschossen. Wo früher Schätzungen nötig waren, liefert das Modell Fakten.

Verschattungssimulation direkt aus dem Modell: Das 3D-Modell bildet die reale Gebäudegeometrie inklusive aller Aufbauten ab. Damit lässt sich die Verschattungssimulation in PV-Planungssoftware wie PV*SOL direkt darauf aufsetzen. Das Ergebnis ist deutlich genauer als jede Schätzung - und belastbar gegenüber Kunden und Netzbetreibern.

Kein Dachaufstieg nötig: Gerade bei MFH mit vier oder mehr Stockwerken ist das ein enormer Vorteil. Kein Gerüst, keine Absturzsicherung, kein Risiko für dein Team - und kein versteckter Kostenblock in der Angebotsphase.

Nahtloser Export in Planungssoftware: Die digitalen Aufmaße lassen sich in über 15 Formate exportieren und sind direkt kompatibel mit PV*SOL, Eturnity, PVcase, SolarEdge Designer, AutoCAD und vielen weiteren Tools. Wie die direkte Integration mit PV*SOL funktioniert, erklärt unser ausführlicher Guide.

KriteriumManuelles Aufmaß (MFH)Drohnenaufmaß mit Airteam
Zeitaufwand3-5 Stunden auf dem Dach~30 Min. Drohnenflug + 24h Auswertung
SicherheitGerüst oder Leiternarbeit ab 4+ Stockwerken100% vom Boden aus - kein Aufstieg nötig
Genauigkeit±5-15 cm (manuell, fehleranfällig)1-3 cm Toleranz, DIN-zertifiziert (99,9%)
VerschattungsanalyseSchätzung, aufwendig bei NachbarbebauungDirekt aus dem 3D-Modell simulierbar
Komplexe GeometrienFehleranfällig bei Gauben, Kehlen, AufbautenAutomatische Erkennung aller Bauteile
DatenexportManuelle Übertragung in PlanungssoftwareÜber 15 Formate, direkt in PV*SOL, Eturnity & Co.
WiederholbarkeitErneuter Aufstieg nötigDigitales 3D-Modell dauerhaft verfügbar


Praxisbeispiel: Energy-Sharing-Planung für ein MFH mit 12 Wohneinheiten

Wie sieht das in der Praxis aus? Nehmen wir ein realistisches Szenario:

Das Objekt: Ein Mehrfamilienhaus Baujahr 1968 in NRW, fünf Stockwerke, 12 Wohneinheiten. Das Dach soll im Frühjahr 2026 saniert werden - und da in NRW die Solardachpflicht ab Januar 2026 auch für Bestandsgebäude bei umfassender Dachsanierung gilt, muss gleichzeitig eine PV-Anlage geplant werden. Der Eigentümer hat Interesse am Energy-Sharing-Modell nach §42c EnWG.

Schritt für Schritt mit Airteam:

1
Drohnenflug am Objekt

Ein kurzer Flug von ca. 20-30 Minuten erfasst das gesamte MFH aus mehreren Perspektiven. Kein Gerüst, kein Dachaufstieg - alles sicher vom Boden aus.

2
KI-Auswertung in der Cloud

Die Airteam Fusion Plattform verarbeitet die Drohnenbilder vollautomatisch zu einem präzisen 3D-Gebäudemodell. Alle Flächen, Neigungen, Aufbauten und Durchdringungen werden DIN-konform erfasst - innerhalb von 24 Stunden.

3
Modulbelegung & Verschattungsanalyse

Das 3D-Modell wird direkt in PV-Planungssoftware wie PV*SOL oder Eturnity importiert. Verschattung durch Gauben, Schornsteine, Aufzugsschächte und Nachbarbebauung wird präzise simuliert.

4
Ertragsberechnung & Anlagendesign

Auf Basis der exakten Geometriedaten erfolgt die Ertragsberechnung für jede Teilfläche. Das Ergebnis: ein optimiertes PV-Design mit maximaler Modulanzahl und minimalen Verlusten.

5
Angebot erstellen & Energy Sharing einplanen

Das fertige Angebot enthält zentimetergenaue Flächenangaben, eine belastbare Ertragspräognose und die technischen Grundlagen für das Energy-Sharing-Modell nach §42c EnWG. Professionell, schnell und überzeugend.

Das Ergebnis: Das fertige Angebot liegt innerhalb von zwei Arbeitstagen nach dem Drohnenflug vor. Es enthält ein belastbares 3D-Modell, eine detaillierte Modulbelegung mit Verschattungsauswertung, eine realistische Ertragsberechnung - und bildet die technische Grundlage für das Energy-Sharing-Konzept. Statt 3-5 Stunden Aufmaß auf dem Dach mit Gerüsteinsatz dauert der gesamte Messprozess vom Boden aus nur rund 30 Minuten.

Zur interaktiven Schätzung deines Projekts kannst du unseren Rechner nutzen:


Wirtschaftlichkeit: Warum sich das Drohnenaufmaß bei MFH besonders schnell rechnet

Die Zeitersparnis beim Drohnenaufmaß ist bei Mehrfamilienhäusern besonders groß - weil der Aufwand eines herkömmlichen Aufmaßes mit Objektgröße und Komplexität überproportional steigt.

Zeitvergleich: Herkömmlich vs. Drohne

Aufgabe Herkömmliches Aufmaß (MFH) Drohnenaufmaß mit Airteam
Vorbereitung & Anfahrt 30-60 Min. 30-60 Min.
Aufmaßzeit am Objekt 3-5 Stunden ~30 Minuten
Sicherheitsaufwand (Gerüst/Absicherung) hoch, zusätzliche Kosten entfällt vollständig
Datenaufbereitung 1-2 h Übertragung von Hand automatisch, 24 h Lieferzeit
Export in Planungssoftware von Hand, fehleranfällig direkt, 15+ Formate
Gesamtaufwand 5-8 Stunden ~1 Stunde aktiv + 24 h Wartezeit

Mehr Projekte, bessere Angebote: Wer ein MFH in einem Bruchteil der Zeit vermessen kann, hat mehr Kapazität für weitere Aufträge. Und wer mit einem professionellen 3D-Modell und einer belastbaren Verschattungsanalyse ins Erstgespräch geht, erzielt eine deutlich höhere Abschlussquote - besonders bei anspruchsvollen Kunden wie WEGs oder Immobilienverwaltungen.

Weniger Nachkalkulation: Planungsfehler durch ungenaue Aufmaße zählen zu den häufigsten Ursachen für teure Nacharbeiten und Nachbestellungen bei PV-Projekten. DIN-zertifizierte Drohnendaten mit 1-3 cm Toleranz reduzieren dieses Risiko auf nahezu null. Das schützt die Marge - und die Reputation.

Wettbewerbsvorteil: MFH-Projekte für Energy Sharing sind komplex. Wer sie professionell und schnell planen kann, setzt sich vom Wettbewerb ab. Mit einem 3D-Modell aus dem Drohnenaufmaß überzeugst du nicht nur Kunden - du schaffst auch eine verlässliche Grundlage für die gesamte Prozesskette von der Planung bis zur Wartung.


Fazit: MFH-Projekte sind die neue Wachstumschance - mit dem richtigen Werkzeug

Energy Sharing, Solardachpflicht, steigende Nachfrage nach Dachsanierungen: Mehrfamilienhäuser werden in den nächsten Jahren zu einem der wichtigsten Wachstumssegmente für Solarinstallateure. Die technische Komplexität dieser Projekte ist real - aber lösbar. Mit dem Drohnenaufmaß und der Airteam Fusion Plattform hast du das Werkzeug, das MFH-Projekte erst effizient planbar macht.

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick:

  • Vollständige Dacherfassung in ~30 Minuten, sicher vom Boden aus
  • DIN-zertifizierte 3D-Modelle mit 1-3 cm Toleranz in 24 Stunden
  • Direkte Verschattungsanalyse aus dem 3D-Modell
  • Nahtloser Export in PV-Planungssoftware
  • Belastbare Angebotsgrundlage für Energy-Sharing-Projekte nach §42c EnWG
  • Bewährte Ergebnisse bei Solarteuren in Deutschland

Wie Solarinstallateure die Airteam Fusion Plattform für die PV-Planung bereits erfolgreich einsetzen, zeigen unsere Erfolgsgeschichten. Starte jetzt und teste Airteam 14 Tage kostenlos.


help_outlineKann ich mit einem einfachen Drohnenflug alle relevanten Maße für ein MFH erfassen?expand_more

Ja. Ein einziger Drohnenflug von ca. 20-30 Minuten reicht aus, um alle relevanten Dachflächen, Neigungen, Aufbauten, Durchdringungen und Gebäudehöhen vollständig zu erfassen. Die Airteam Fusion Plattform erzeugt daraus automatisch ein DIN-konformes 3D-Modell - ohne dass jemand das Dach besteigen muss.

help_outlineWelche Planungssoftware ist mit den Airteam-Daten kompatibel?expand_more

Die Airteam Fusion Plattform exportiert Daten in über 15 Formate. Für die PV-Planung relevant sind vor allem: PV*SOL (LPM und planarisierte Daten), Eturnity, SolarEdge Designer, PVcase, AutoCAD (DXF/DWG) und viele weitere. Eine Nachbearbeitung der Daten ist in der Regel nicht nötig.

help_outlineBrauche ich für das Drohnenaufmaß einen Drohnenführerschein?expand_more

Für die meisten gewerblichen Drohneneinsätze im Handwerk ist die EU-Kompetenz A1/A3 (Online-Test) ausreichend. Für größere oder urban eingesetzte Drohnen empfiehlt sich der A2-Schein. Wer die Drohne nicht selbst fliegen möchte, kann alternativ einen Airteam-Piloten buchen - der Flug wird dann von einem zertifizierten Fachpiloten durchgeführt.

help_outlineWas kostet ein Drohnenaufmaß für ein Mehrfamilienhaus?expand_more

Airteam bietet flexible Preismodelle an: Flatrates für regelmäßige Nutzer sowie Einzelprojekte und Credits für größere Objekte oder zusätzliche Planungsdaten. Im Vergleich zu den Kosten eines manuellen Aufmaßes inklusive Gerüst oder Absicherung amortisiert sich das Drohnenaufmaß bereits beim ersten Projekt.

help_outlineIst ein Smart Meter für Energy Sharing Pflicht?expand_more

Ja. Für Energy Sharing nach §42c EnWG ist eine Viertelstunden-Messung aller beteiligten Zählpunkte erforderlich - also ein intelligentes Messsystem (Smart Meter Gateway). Ab 7 kWp Anlagenleistung gilt ohnehin bereits die Smart-Meter-Pflicht.